Warnstreik an der SRH in Neckargemünd

Am 22.11.2021 befanden sich die Angestellten der SRH – Schulen GmbH in Neckargemünd im Ausstand.

Angesichts der stetig steigenden Inflation fordern die Angestellten der Länder einen finanziellen Ausgleich von 8% mehr Lohn sowie die Anhebung des Stundenlohnes für Hilfskräfte von 10 auf 12 € und 100 € mehr pro Monat für PraktikantInnen, Studierende und Auszubildende. Da gerade die ArbeitnehmerInnen im Bildungs- und Pflegebereich sehr unter der Pandemie leiden, sollte ihnen eine einmalige Coronaprämie – im Gespräch sind derzeit 600 € – zustehen. Zudem soll die Laufzeit des Tarifvertrages verlängert werden.

Die Arbeitgeber aber mauern und wollen die Forderungen der Angestellten ins Leere laufen lassen. Deshalb riefen GEW und Verdi zur Arbeitsniederlegung auf. Gestern war es soweit. In Neckargemünd beteiligten sich rund 80 Kolleginnen und Kollegen am Warnstreik.

Solidarität wurde beim Streik auch zu den Warnstreiks der Tarifbeschäftigten der Länder bekundet. Nach der 2. Verhandlungsrunde warten diese immer noch auf Angebot der Arbeitgeber. Die Verhandlungen bedingen sich hier gegenseitig, weil eine Orientierung am Tarifvertrag der Länder auch für die Verträge der Beschäftigten der SRH teilweise vorhanden ist.

Die Linke steht hinter den Beschäftigten der SRH und der Länder und fordert die Arbeitgeber auf, endlich ein Einsehen zu haben und auf die Angestellten zuzugehen. Pflege- und Erziehungsberufe sind systemrelevant und sollten endlich die Anerkennung erfahren, die ihnen in zusteht!