Sinsheim zeigt Flagge gegen Faschismus und Intoleranz

22. März 2015  Meldungen

IMG_3425Am 21. März war es wieder einmal soweit. Die NPD hatte ihre jährliche Hassparade in Sinsheim angemeldet. Da traf es sich gut, dass die Stadt Sinsheim just an diesem Tag eine eigene Demonstration angemeldet hatte.

Ungefähr 200 Bürger kamen an den “Sinsheimer Wächter”, einer Skulptur, die in der Bahnhofstrasse an der Elsenzbrücke die Besucher der Innenstadt begrüsst.

IMG_3431Der Demonstrationsaufruf wurde auch vom Sinsheimer “Bündnis für Toleranz” in einem Aufruf unterstützt.

In diesem Bündnis treten viele Privatpersonen und ortsansässige  Organisationen wie Die Linke gemeinsam gegen die Nazi Umtriebe auf und leisten wertvolle Öffentlichkeitsarbeit.

Mit ihrem gemeinsamen Aufruf gibt es einen erfreulichen Fortschritt bei der Schaffung einer einheitlichen und in der Bevölkerung breit verankerten Initiative gegen faschistische Hassveranstaltungen in Sinsheim.

IMG_3441Erstmals ergriffen auch die Vertreter der Stadt das Wort und riefen zu Toleranz in einem bunten Sinsheim auf.

Gleichwohl wurden viele Teilnehmer das Gefühl nicht los, dass die Herren aus der Stadtverwaltung eine lästige Pflichtübung absolvierten. Schon nach weniger als einer Stunde verlief sich die Versammlung.

Der vom Oberbürgermeister angekündigte Demonstrationszug fiel aus. Derart enttäuscht versuchten viele engagierte Antifaschisten in Eigenregie in die Nähe des Naziaufmarsches zu gelangen.

IMG_3442Dieser Versuch wurde konsequent durch ein enormes Aufgebot von Polizisten vereitelt, die entlang des Bahndammes keine Demonstranten in Richtung Jahnstrasse passieren ließen. Wer trickste und es trotzdem schaffte, handelte sich einen “Platzverweis” ein.

Noch im letzten Jahr bot die Stadt ein ganz anderes, trauriges Bild: Die Verwaltung hatte den Tag des Nazi Aufmarsches als Betriebsausflug des Gemeinderates verplant und war trotz heftiger Kritik nicht bereit, diese Veranstaltung zugunsten einer Demonstration gegen die Faschisten abzusagen.

Siehe hierzu unseren Bericht aus dem Frühjahr 2014:

NPD wirbt für Todesstrafe und bedankt sich bei OB Albrecht fürs Wegsehen – Linke protestiert


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