Sa. 9.8., 13.00 Uhr: Kundgebung gegen Gazakrieg in Heidelberg

08. August 2014  Meldungen

1773.5Am kommenden Samstag, den 9.8. findet wieder eine Kundgebung gegen den Gazakrieg statt:

  • ab 13 Uhr beim “Zeitungsleser (Hauptstr./Ecke St. Annagasse)
  • Anschließend bis 16 Uhr Infostand

Zum “World Day for Gaza” werden an diesem Samstag wieder weltweit Kundgebungen und Demonstrationen stattfinden, eine zentrale Aktion wird ein Internationaler Marsch zur UNO in New York sein.

Die Kernforderungen sind:

  •  Sofortiges Ende der israelischen Angriffe, 
  •  Rückzug der israelischen Truppen
  •  Ende der Abriegelung des Gazastreifen

Seit Wochen bombardiert Israel nun schon den Gazastreifen — aus der Luft, vom Boden und vom Meer. 
Das Ungleichgewicht der Kräfte zwischen der israelischen Armee und den palästinensischen Verteidigern könnte krasser nicht sein: Mehr als 1860 Tote und 10 000 Verletzte auf Seiten der Palästinenser/innen, davon die meisten Zivilisten und viele Kinder, 64 Soldaten und drei Zivilisten auf Seiten Israels. Nicht zu reden von den immensen Zerstörungen in dem dicht besiedelten, völlig abgeriegelten Streifen.

Dennoch versuchen die westlichen Regierungen und Medien Israel als Opfer darzustellen – allerdings mit schwindendem Erfolg. Selbst für die, die geneigt sind Israels Rechtfertigung zu glauben ist die Unverhältnismäßigkeit der Mittel zu krass, sind die Verstöße gegen das Völkerrecht – Kriegsverbrechen nach Einschätzung von UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay – zu klar. 
So haben mehrere Hundert Wissenschafter/innen mit Forschungsschwerpunkt Internationales Recht und Menschenrechte, darunter die beiden früheren UNO-Sonderberichterstatter über die Menschenrechtssituation in Palästina, John Dugard und Richard Falk, eine gemeinsame Erklärung zu Internationalem Recht und Gaza veröffentlicht, welche von Israel die Einhaltung fundamentaler Rechtsprinzipien verlangt und die internationale Gemeinschaft auffordert, Israels kollektive Bestrafung der Zivilbevölkerung im Gazastreifen beenden. (https://www.versoehnungsbund.de/2014-cr-internationales-recht)

Prof. Andreas Buro bezeichnet sowohl den israelischen Krieg gegen den Gazastreifen als Kriegsverbrechen, als auch den Raketenbeschuss israelischer Gebiete durch die Hamas, letzteres jedoch mit “unvergleichlich geringeren” Auswirkungen. Die von Hamas damit verbunden Forderungen hält er für durchaus “vertretbar”. (http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008632.html)

Ähnlich auch Prof. Mohssen Massarrat: 
Warum kämpft Hamas trotz militärisch hoffnungsloser Unterlegenheit weiter?
Aufruf an die Friedensbewegung
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=20612


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