Klimakiller Daimler gefährdet Arbeitsplätze in Baden-Württemberg

Michel Brandt, Mitglied der LinksFraktion

Zu der aktuellen Kampagne des Daimler-Konzerns in Baden-Württemberg gegen anstehende Entscheidungen im EU-Parlament zu mehr Klimaschutz erklärt Michel Brandt, Bundestagsabgeordneter der Fraktion DIE LINKE aus Karlsruhe:

„Erst lügen und betrügen, dann Klimaschutz bekämpfen. So gefährdet Daimler die Gesundheit der Menschen und die Arbeitsplätze der Mitarbeiter*innen in Baden-Württemberg. Der Stuttgarter Auto-Konzern hat sich bisher systematisch geweigert, auf umwelt- und klimafreundliche Antriebe zu setzen. Jetzt bekommt er die Quittung des EU-Parlaments. Wenn Standorte, wie das LKW-Werk in Gaggenau gefährdet sind, dann nur durch das Versagen des Daimler-Vorstandes. Er hat jahrelang Diesel-Fahrer*innen und die Behörden an der Nase herumgeführt. Daimler ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Klimagas-Ausstoß immer weiter steigt und immer mehr Städte wegen zu hoher Schadstoffbelastungen Fahrverbote verhängen müssen.

Statt endlich mit klimaschützender Mobilität gute Beschäftigung zu sichern, droht Daimler jetzt in ganzseitigen Zeitungsanzeigen mit dem Abbau von Arbeitsplätzen, wenn das EU-Parlament seiner Pflicht zum Klimaschutz nachkommt. Das ist rücksichtslos und zynisch. DIE LINKE fordert eine Gesamtstrategie für eine soziale und ökologische Mobilitätswende. Die Kumpanei mit der Autoindustrie muss beendet, Daimler zur Rechenschaft gezogen werden. DIE LINKE fordert eine Politik, die den Bedürfnissen nach Gesundheit, Klimaschutz und Mobilität gerecht wird.“