Sahra Wagenknecht: »Schluss mit sachgrundloser Befristung!«

Immer mehr Menschen erleben es: Ihr Arbeitsvertrag ist befristet, ohne dass es dafür einen Sachgrund wie eine Elternzeitvertretung oder ähnliches gibt. Alle paar Monate heißt es bibbern und zittern, ob man einen neuen Vertrag bekommt oder nicht. Komfortabel für den Arbeitgeber in vielerlei Hinsicht, bedeutet das für die Beschäftigten ebenso viel Unsicherheit für ihre Lebensplanung und auch konkret für den Arbeitsalltag.

Wer befristet ist, überlegt sich dreimal, ob er größere Anschaffungen macht, eine Familie gründet oder eine neue Wohnung sucht – denn oft steht die Befristung einem Kredit oder dem Abschluss eines Mietvertrages entgegen. Wer Angst hat, keinen neuen Arbeitsvertrag zu bekommen, akzeptiert viel eher unbezahlte Überstunden, schleppt sich krank zur Arbeit und hält selbstverständlich im Betrieb den Mund. DIE LINKE will, dass mit dieser Form prekärer Arbeit Schluss ist.

Befristungen ohne Sachgrund gehören verboten. Sahra Wagenknecht appelliert an die SPD, die im Bundestag vorhandene Mehrheit jetzt zu nutzen, um sachgrundlose Befristung zu verbieten. DIE LINKE hat dazu bereits mehrere Anträge im Bundestag eingebracht.