Solidarität mit #Kobane – Heike Hänsel (MdB) berichtet in Wiesloch

04. Dezember 2014  International, Kobane, Krieg und Frieden, Syrien

Heike HänselBericht über eine Reise an die Türkisch – Syrische Grenze

Termin: 12.12.2014 19:00 Uhr
Ort: Alevitisches Kulturzentrum Wiesloch, Baiertalerstr. 96, 69168 Wiesloch (https://www.google.de/maps/@49.3001476,8.7144275,15z)

Veranstalter ist die Alevitische Gemeinde Wiesloch. Unterstützer ist der KV Rhein-Hardt der Partei DIE LINKE. Unsere Bundestagsabgeordnete Heike Hänsel war im Herbst 2014 mit mehreren Kollegen des Bundestages in Sichtweite zur syrischen Stadt Kobane, deren Bewohner sich weiterhin tapfer gegen die IS – Terroristen zur Wehr setzen. Der Bericht ihrer Erlebnisse geht unter die Haut.

 

Der Vortrag besteht aus mehreren Teilen:
1. Heike Hänsel berichtet, anhand von Bildern, die sie vor Ort machte, über die Lage im Grenzgebiet zwischen Türkei und Syrien. Sie schildert die Lage der Flüchtlinge, die Anstrengungen der türkischen Bevölkerung die Flüchtlingsströme zu versorgen und zeigt wie massiv die türkische Armee an der Grenze präsent ist und Flüchtlinge am Grenzübertritt zu hindern versucht.
2. Heike Hänsel kommentiert den Widerspruch zwischen den offiziellen Beteuerungen der türkischen Regierung „ALLES für die Flüchtlinge zu tun“ und der tatsächlichen Untätigkeit der zuständigen türkischen Behörden vor Ort, und z.B. auch seltsame Vorgänge, daß Kolonnen von Tanklastern Benzin, aus „ISIS-Gebiet“, über die Grenze schmuggeln – von der türkischen Armee und den Behörden offenbar „unbemerkt“?  Sie zeigt, daß die türkische Regierung kein Interesse hat, die von ISIS bedrohten kurdischen Gebiete zu schützen, was für die bei weitem größte und modernste Armee in Nahost ein Leichtes wäre – weil Erdogan ISIS für die Lösung des „Kurdenproblems“ nutzen will.
3. Heike Hänsel geht auf die Entstehungsgeschichte von ISIS ein, die erst im Rahmen der amerikanischen Besatzung des Iraks über die Jahre Zulauf erhielt und nach Abzug der Amerikaner eine zunehmende Rolle als „Beschützerin“ der sunnitischen Bevölkerung gegen die schiitisch geprägte irakische Regierung gewann. In diesem Zusammenhang stellt sie auch die Rolle der Golfstaaten und Saudi-Arabiens als Finanziers von ISIS dar und die Haltung der deutschen Regierung.

 

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